Nachzucht über Samen

Es ist leicht Mimosen aus den im Handel zu kaufenden Samen heranzuziehen. Man kann die Samen direkt in die Erde einpflanzen, es wird jedoch empfohlen sie vorkeimen zu lassen. Dazu übergießt man die Samen mit heißem Wasser und lässt sie sich über Nacht vollsaugen. Am nächsten Tag macht man mit denen, die noch nicht angeschwollen sind, nochmal das gleiche. Mit dieser Vorbehandlung sollten sie nach dem Einpflanzen innerhalb weniger Tage keimen.

Am besten ist die Verwendung von Saaterde beim Aussäen, aber auch in anderer (nicht allzu grober oder schwerer Erde) sollte es keine Probleme geben. Die Samen sollten nur mit einer sehr dünnen Erdschicht bedeckt werden! Oft wird auch empfohlen die Samen ohne bedeckende Erdschicht aufzuziehen. Dazu verwendet man z.B. Kokohum, dies ist ein Kultursubstrat aus Kokosnussfasern. Man lässt die Samen wie oben beschrieben mit heißem Wasser aufquellen und legt sie dann einfach auf das Substrat.

Haben sich einige Wurzeln gebildet, so kann man sie (nicht zu tief) in Erde einpflanzen. Düngen sollte bei Jungpflanzen vermieden werden. Hat man bei keiner der beschriebenen Methoden Erfolg, so kann man zusätzlich zu dem Aufquellen mit Wasser versuchen das flache Ende der Samen leicht mit Schmirgelpapier oder einer Feile anzufeilen.

Die Erde muss, wie bei den erwachsenen Pflanzen, feucht, aber nicht zu nass, gehalten werden. Nach dem Keimen sollten die jungen Pflanzen nicht zurückgeschnitten werden. Die beste Zeit für die Aussat ist im Frühjahr.

Um selber Samen zu bekommen, wird oft empfohlen die Blüten zu bestäuben, indem man Pollen von einer Blüte zu einer anderen mittels einem feuchten Wattestäbchen oder Pinsel überträgt. Auch das direkte Zusammenführen von zwei Blüten soll zu einer Bestäubung führen. War die Bestäubung erfolgreich, so fällt die Blüte nach dem Verblühen nicht ab, und es bildet sich Samen. Bilder davon sind in der Gallerie unter der Bezeichnung "Frucht" zu finden.